Wer zum ersten Mal in eine eigene Wohnung zieht, muss sich um eine ganze Reihe von Dingen kümmern, die er oder sie zum ersten Mal macht. Hilfreich ist es, sich schon im Vorhinein damit zu beschäftigen, woran man alles denken muss — und wie die jeweiligen Aspekte konkret zu erledigen sind. Die folgenden Absätze listen alles auf, was beachtet werden muss, wenn man erstmalig auszieht.
Umzugsunternehmen — ja oder nein?
Vielleicht denkt man: Wer umzieht, braucht ein Umzugsunternehmen. In der Regel wird man darauf aber verzichten können. Wer nicht bestens situiert ist, dem dürfte es in jungen Jahren noch zu teuer sein, ein Umzugsunternehmen zu engagieren. Meist besitzt man als junger Mensch ohnehin noch nicht viele Dinge — vor allem keine großen, schweren Möbel. Auf der anderen Seite hat man in dieser Lebensphase häufig einen recht großen Bekanntenkreis. Somit sollte man auf diesen zurückgreifen und sich die hohen Kosten sparen.
Allerdings kann ein Umzugsunternehmen dennoch nötig sein: Wenn Sie sehr sperrige Möbel zu transportieren haben oder ein Klavier dabei ist, lohnt sich der Profi. Bei kleinen Transporten reicht oft auch unser Möbeltaxi — günstiger als ein Mietwagen plus Helfer.
Nachsendeauftrag
Wer seine Adresse ändert, wird nicht alle relevanten Stellen rechtzeitig informieren können. Die Lösung heißt Nachsendeauftrag. Richten Sie ihn ein, bevor Sie Ihre alte Wohnung endgültig verlassen — dann landet Post mit Ihrer alten Adresse zielgerecht an der neuen. Die Einrichtung bei der Deutschen Post ist kinderleicht und bis zu 12 Monate aktiv.
Mietvertrag
Wer eine neue Wohnung anmietet, muss den alten Mietvertrag fristgerecht kündigen. Die übliche Kündigungsfrist beträgt drei Monate, wobei die ersten Werktage des drittletzten Monats noch zur Frist zählen.
Beim neuen Vermieter werden gerne viele persönliche Daten abgefragt — nicht alle muss man preisgeben. Achten Sie auf das Kleingedruckte, insbesondere auf die Frage nach einem Staffelmietvertrag. In diesem Fall steigt die Miete regelmäßig, was in der eigenen finanziellen Planung berücksichtigt werden muss.
Internetanschluss
So mancher nutzt für den Onlinezugang heute nur noch das Handy. Die meisten möchten aber auf WLAN in der eigenen Wohnung nicht verzichten. Hier gilt: Lange vor dem eigentlichen Umzugstermin einen Internetanbieter buchen — die Bereitstellung dauert oft mehrere Wochen. Damit Sie ab Tag 1 den üblichen Komfort haben.
Telefonanschluss
Dasselbe gilt für den Telefonanschluss in der neuen Wohnung. Wer ausschließlich via Handy telefoniert, kann diesen Punkt überspringen. Viele Anbieter haben jedoch Telefon- und Internetanschluss im Paket — da können Sie diesen Punkt mit dem vorigen abarbeiten.
Rundfunkbeitrag
Heutzutage muss jeder Haushalt — unabhängig davon, ob er ihn nutzt — den monatlichen Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) entrichten. Wer erstmalig einen eigenen Haushalt gründet, meldet sich beim Beitragsservice an und richtet entweder eine Einzugsermächtigung oder einen Dauerauftrag ein.
Einwohnermeldeamt
Last but not least: Sie müssen sich beim Einwohnermeldeamt ummelden — und das ist gesetzlich verpflichtend. Die Frist beträgt meist eine Woche, in manchen Regionen zwei. Planen Sie hier rechtzeitig einen Termin ein. Anschließend wird die Adresse auf Ihrem Personalausweis aktualisiert.
Hausratversicherung und Strom
Zwei oft vergessene Punkte:
- Hausratversicherung: Schließen Sie eine Police ab, die zum Wert Ihres Hausrats passt. Studierende sind oft noch über die Eltern mitversichert — prüfen Sie das mit Ihrer Versicherung.
- Stromanbieter: Wechseln Sie aktiv den Anbieter, statt automatisch in die teure Grundversorgung zu rutschen. Vergleichsportale helfen.
Fazit
Hat man all diese Aspekte im Vorhinein berücksichtigt, kann man den eigentlichen Umzug viel entspannter angehen. Mit guter Planung vermeiden Sie böse Überraschungen und können sich nach erledigtem Umzug aufs Einleben in die neue Wohnung konzentrieren. Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in den ersten eigenen Haushalt — und falls Sie Unterstützung brauchen: Schreiben Sie uns.